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Ein bedeutendes Element der Entwicklung zu einer 100ee-Region ist die dezentrale Energieerzeugung durch die kombinierte Nutzung aller regenerativen Energieträger (Sonne, Wind, Wasser, Biomasse, Erdwärme). Neben dem Energiemix spielt die Reduzierung des Energieverbrauchs, also Energieeinsparung über verändertes Nutzerverhalten und Energieeffizienz eine entscheidende Rolle. Angestrebt werden dabei jedoch keine Insellösungen oder gar Energieautarkie, vielmehr stellen einzelne Regionen Teile eines dezentralen Netzverbundes dar.  

Bei allen Fragestellungen ist immer auch der Aspekt der Nachhaltigkeit zu berücksichtigen. Unter "nachhaltig" wird die umweltfreundliche, sichere und sozial gerechte Erzeugung von Energie verstanden. Dabei sollte das regionale energetische und wirtschaftliche Potenzial optimal genutzt werden.

In Hinblick auf soziale und ökonomische Aspekte ist insbesondere die Schließung regionaler Wertschöpfungsketten verbunden mit positiven Arbeitsmarkteffekten bedeutsam.

Im Rahmen des Projekts wird die Dissertation
"Akteurskonstellationen in Erneuerbare-Energie-Regionen" erarbeitet.

Die bisher vom Projekt "Entwicklungsperspektiven für nachhaltige 100% Erneuerbare-Energie-Regionen in Deutschland" identifizierten 100ee-Regionen zeigen, dass auf regionaler Ebene besonders Akteure die Umstellung der regionalen Energieversorgung entscheidend prägen.

Diese veränderte Akteursstruktur liegt im Fokus der Dissertation der ehemaligen Projektmitarbeiterin Kathrin Müller, die an der Universität Kassel angemeldet ist. Die Arbeit untersucht anhand von regionalen Fallbeispielen, wie der dezentrale Ausbau von Erneuerbaren Energien umgesetzt wird. Dafür werden in den Untersuchungsregionen u.a. Experteninterviews mit den regionalen Schlüsselakteuren geführt.