10.12.2014: Energiepioniere sprechen über ihre Lösungswege

Immer mehr Gemeinden, Städte und Regionen in Europa und der Welt streben eine 100%ige Versorgung mit Erneuerbare Energien (EE) an. Das EU-Projekt 100%RES [Renewable Energy Sources] Communities und die Initiative Global 100RE [Renewable Energy] arbeiten eng zusammen, um diesen Energiepionieren eine gemeinsame Bühne für den  Erfahrungsaustausch zu geben. Erfahren Sie aus erster Hand wie lokale Akteure in Slowenien, in den USA, Frankreich, und Weißrussland ihr Energiesystem umstellen, was sie dazu motiviert und vor welchen Herausforderungen sie stehen. Zu den Video-Interviews:

USA, East Hampton

Frankreich, Le Méne

Slowenien, Šentrupert

Weißrussland, Braslav

12.11.2014: Gemeinden übernehmen die Führung in der Energiewende

Städte, Gemeinden und Regionen in aller Welt steigen auf 100% erneuerbare Energie um

Was haben Šentrupert in Slowenien, der Kreis Steinfurt in Deutschland, der Verwaltungsbezirk Fukushima in Japan und East Hampton in den USA gemeinsam? Das kann man heute in Kassel herausfinden! Der weltweit größte Kongress für 100% Erneuerbare-Energie-Regionen präsentiert verschiedene Strategien, wie man 100% erneuerbare Energie erzielen kann. Viele Städte, Regionen und Gemeinden zeigen, dass es technisch und finanziell möglich ist, 100% unserer Energiebedürfnisse aus erneuerbaren Energiequellen zu schöpfen, und dass Bürger, Unternehmen, örtliche Wirtschaft, Regierungen und die Umwelt gleichermaßen davon profitieren können.

[...]

Den kompletten Artikel finden Sie hier.

30.07.2014: Fachgespräch im Aller-Leine-Tal: Fließwärmegewinnung aus der Aller – es geht voran!

In den letzten Monaten wurden mit großem Elan notwendige Schritte eingeleitet, um den Weg für diese Pilotumsetzung im ALT zu ebnen und abzustecken. In einem Fachgespräch am 08. Juli 2014 trafen sich die hauptverantwortlichen Kümmerer der Fließwärme-Maßnahme, um sich zum Stand der neuesten Entwicklungen zur Vorbereitung und Überprüfung der Fließwärme-Maßnahme auszutauschen und nächste Schritte zu identifizieren.

Den kompletten Artikel finden Sie hier.

15.07.2014: Werden Sie Teil der europäischen 100%RES Communities!

Bewerben Sie sich jetzt für die Erlangung des europäische 100%RES Communities-Siegels und erlangen Sie europaweite Sichtbarkeit für Ihre Gemeinde auf der 100%RES Landkarte. Das 100%RES-Siegel trägt einer transparenten Darstellung und detaillierten Analyse der örtlichen Errungenschaften beim Ausbau erneuerbarer Energien Rechnung. Präsentieren Sie dabei nicht nur Ihre eigene Gemeinde, sondern informieren Sie sich im Kartenbild auch zu anderen europäischen Gemeinden und ihrer Entwicklung hin zu einem nachhaltigeren Energiesystem.

Weitere Informationen finden Sie hier.

10.07.2014: Neue Geschäftsmodelle mit PV/Speicher-Lösungen – auch eine Lösung für das Aller-Leine-Tal?


Am 8. Juli 2014 findet in Norddrebber ein Workshop zum Thema PV/Speicher-Lösungen statt. Der Workshop verfolgt als Ziel die weitere Diskussion zu PV/Speicher-Lösungen, eingebettet in Fachvorträge von Experten, und eine Abstimmungvon Umsetzungsmöglichkeiten bzw. Kampagnen im ALT zu dieser Thematik. Der offene Teilnehmerkreis besteht aus mehreren Bürgermeistern, Betrieben aus dem PV- und Speicher-Sektor der Region, interessierten Privatpersonen, Mitarbeitern von deENet/ IdE, und dengeladenen Fachreferenten.


Den kompletten Artikel finden Sie hier.

30.06.2014: 100ee-Regionen- Netzwerk wird Deutscher Rurener Ableger

Am 28. Juni 2014, im Rahmen des jährlich stattfindenden Rurener-Events, unterzeichneten deENet e.V. und Rurener ihren Kooperationsvertrag. Damit wird das erfolgreiche Netzwerk „100ee-Regionen“ zum deutschen Rurener-Ableger. „Wir sind stolz, dass wir diesen Schritt nun endlich vollzogen haben“, sagt Dr. Peter Moser, Koordinator des derzeit vom Institut dezentrale Energietechnologien (IdE) und deENet koordinierten Netzwerkes „100ee-Regionen“. Versuche, ein deutsches Rurener zu reaktivieren hatte es mehrfach in der Vergangenheit gegeben. Dabei handelte es sich allerdings um kleinere Netzwerkinitiativen, die nie eine nennenswerte Sichtbarkeit auf deutscher Ebene erlangt hatten. Mit dem derzeit über 140 Regionen umfassenden 100ee-Regionen Netzwerk soll sich dies nun ändern.

Das komplette Interview mit Peter Moser finden Sie hier.

26.06.2014: 100% EE Gemeinden: Ein gemeinsamer Schauplatz, eine gemeinsame Botschaft, ein gemeinsames Ziel!

Alle Gewinner der EE-Champions League 2014 überbringen eine Botschaft an die europäischen Entscheidungsträger: „100% EE: Wir bewegen uns!“

Die spannendste Aktion des Starts der europäischen Woche für nachhaltige Energie am 25. Juni in Brüssel, war wahrscheinlich die Zeremonie der EE-Champions League 2014. Die Zeremonie ehrte die Sieger auf der Bühne und gab so allen anderen kommunalen Besucher der Veranstaltung viel Motivation, um auch weiterhin ihre lokalen Strategie-Bemühungen voranzutreiben.

Den kompletten Artikel finden Sie hier.

01.06.2014: RES Champions League - Die deutschen Champions stehen fest!

Die europäische Champions League für Erneuerbare Energien zeichnet jährlich Kommunen und Regionen aus, die bei der Nutzung Erneuerbarer als Vorreiter der Energiewende in Europa gelten. Die nationale Entscheidung ist gefallen und für Deutschland gehen Landkreis Osnabrück, Rhein-Hunsrück-Kreis, Alheim und Furth bei Landshut ins europäische Rennen. In der finalen Entscheidungsrunde werden die deutschen Kommunen und Regionen mit der europäischen Konkurrenz verglichen. Die Auszeichnung der Gewinner findet am 25. Juni in Brüssel statt. www.res-league.eu

21.05.2014: Regionales Fachgespräch in Sachsen-Anhalt – Energiewende-Akteure wollen regionale Wertschöpfung ankurbeln und neue Geschäftsmodelle aufdecken

Am 21. Mai 2014 fanden sich Akteure aus Kommunen und Regionen sowie aus der Wirtschaft zusammen, um gemeinsam an einem Kooperations- und Vernetzungsworkshop zur Energiewende in Sachsen-Anhalt teilzunehmen. Das Treffen fand auf Initiative von deENet. aus Kassel im Rahmen des durch die Europäische Kommission (Intelligent Energy Europe) geförderten Projektes „100%RES Communities“ statt.

Ein zentraler Baustein dieses Projektes ist die Weiterentwicklung des europäischen Netzwerkes RURENER.eu, das sich der koordinierenden und fachlichen Unterstützung ländlicher kommunaler Energiebemühungen verschrieben hat. deENet e.V. unterstützt und fördert das deutsche RURENER-Netzwerk und fungiert hier als zentrale Serviceplattform und Anlaufstelle.

Besonders interessant in Bezug auf die Ziele von RURENER sind ostdeutsche Regionen wie die Region Dessau, die größtenteils sehr ländlich geprägt sind und von nationalen Energienetzwerken in Deutschland bisher nicht so stark einbezogen werden wie Regionen aus den „alten“ Bundesländern.

Den ausführlichen Artikel finden Sie hier (deutsch) und hier (englisch).

24.03.2014: Europäisches Parlament gratuliert zur erfolgreichen Initiative „100%-Erneuerbare Energie Regionen“

Die 100%-EE-Regionen waren zu Gast im Europäischen Parlament.

Ihr Ziel: sich untereinander über Visionen und bisherige Projekterfahrungen auszutauschen. Besonderen Applaus bekam die kleine energieautarke Gemeinde Kněžice, CZ.

BRÜSSEL: HEARING ZUR „POLITISCHEN WILLENSBILDUNG FÜR 100% ERNEUERBARE ENERGIEN“
Der World Future Council und das Climate Service Center veranstalteten von 20. bis 21. März 2014 ein Hearing zur „Politischen Willensbildung für 100% Erneuerbare Energien“ im Europäischen Parlament in Brüssel. Dabei trafen politische EntscheidungsträgerInnen mit VertreterInnen privater Unternehmen zusammen und tauschten ihre bisherigen Projekterfahrungen aus. Neben der gegenseitigen Beratung über spezielle Tools und Maßnahmen waren die TeilnehmerInnen auch eifrig am Netzwerken. Oberste Priorität des Hearings war, hochrangige EU-PolitikerInnen für das Thema Erneuerbare Energien zu motivieren und weitgreifende politische Schritte in diese Richtung zu initiieren.

[...]

Den ausführlichen Artikel finden Sie hier (deutsch) und hier (englisch).

11.02.2014: "100 % RES, Yes we can!" Good-Practice-Broschüre online

Die zweisprachige online-Broschüre mit dem Titel "100% RES Regionen in Deutschland, Europa und der Welt" stellt ausgewählte Beispiele guter Methoden vor und fördert die Vernetzung zwischen allen beteiligten Interessenvertretern, insbesondere bei internationaler Zusammenarbeit. 100% RES hat es nun geschafft, nicht nur eine wertvolle Leitlinie und attraktive politische Vision zu sein, sondern auch eine tägliche Routine, die verbreitet und von vielen der lokalen und regionalen Akteure gelebt wird.

Diese Broschüre verfolgt auf der einen Seite das Ziel, Interesse zu wecken und auf ausgewählte Leuchtturmprojekte hinzuweisen; auf der anderen Seite zeigt sie, dass die 100% RES Bewegung international  wächst, und dass ihr mehr und mehr Regionen von allen möglichen Orten in Europa und darüber hinaus beitreten. Wir sind davon überzeugt, dass die Zukunft für eine erneuerbare Energieversorgung bei den Regionen und Gemeinden liegt und dass, basierend auf dezentralen, regionalen Ansätzen, ein nachhaltiger Energiewandel erreicht werden kann. Die Broschüre belegt, dass 100% RES möglich ist, nicht nur im Land der Energiewende-Pioniere, aber auch in anderen Ländern - zusammen mit Partnern, die die gleiche Stärke zeigen.

Um eine weit reichende, nachhaltige Energiesystem-Veränderung zu erreichen, ist das Engagement der regionalen Akteure vor Ort von entscheidender Bedeutung.

Link zur Broschüre

10.12.2013: Der Bericht zur RES Champions League online!

Jetzt online: Der Bericht zur RES Champions League 2013 – erfahren Sie mehr über Europas innovativste Erneuerbaren Energie-Gemeinden!

Best-Practice-Beispiele, bewährte Strategien und Erfahrungsberichte von den GewinnerInnen der fünften Ausgabe der RES Champions League auf dreißig Seiten – lassen Sie sich inspirieren und davon überzeugen, dass Visionen erfolgreich verwirklicht werden können.

Erfahren Sie mehr über die Siegergemeinden in Ihrer gewünschten Sprache.

Link zum PDF-Dokument.


12.11.2013: Pellworm – Nordfriesischer Vorreiter im Sektor regenerative Energie und Klimaschutz

Die Insel Pellworm ist seit über 30 Jahren Vorreiter im Sektor regenerative Energien. Ende der 70er Jahre wurden hier erste Kleinwindanlagen erprobt. Ab 1983 entstand ein Solarkraftwerk mit 300 kW, durch drei 25-kW-Windkraftanlagen ergänzt. Der erzeugte Strom wurde zur Versorgung des Kurzentrums genutzt. Die Anlage wurde zwischenzeitlich mehrfach erneuert und vergrößert, heute dient sie der E.ON zur Erprobung von Smart Grid und moderner Speichertechnologien.

In der zweiten Hälfte der 90er Jahre ließen der Verein Ökologisch Wirtschaften, die Gemeinde und der Stromversorger Schleswag ein Energiekonzept erstellen, das die Möglichkeit ermittelte, Pellworm im Energiesektor autark zu machen. Es wurde eine Bürger-Windparkgesellschaft gegründet, um die Stromproduktion als Wertschöpfungsquelle zu erschließen.

2000 wurde Pellworm dezentrales Projekt der EXPO. Mit dem Verein eröffnete die Gemeinde ein Energiebüro. Ein Biogas-Gutachten führte zu einer Bürger-Anlage, deren Nahwärme das Kurzentrum versorgt. Ein Runder Tisch fasste alle Betreiber, Interessenten und Betroffene im Energiebereich zusammen und initiierte eine Fortschreibung des Energiekonzeptes, das neben einer Aktualisierung des Bestandes einen differenzierten Masterplan beinhaltet. Er bindet alle relevanten Gruppen ein und soll bis 2020 nicht nur die Energie- und Klimabilanz, sondern auch die Wertschöpfung vor Ort deutlich verbessern.

17.10.2013: Region Trier - "RES-Region of Competence"

Region Trier - "RES Region of Competence" wurde im Jahr 2011 als 100 RES-Region ausgezeichnet. Die Region (513.109 Einwohner) hat über 15 Jahre Arbeitserfahrung im Bereich der Entwicklung eines nachhaltigen regionalen Energiesystems. Dabei liegt der Fokus gleichermaßen auf Energieeinsparung, Energieeffizienz, dem Ausbau von erneuerbaren Energietechnologien sowie auf Mobilität und Transport.

Übergeordnetes Ziel ist es, den Entwicklungssprung von einer energieimportierenden zu einer energieexportierenden Region zu vollziehen. Bereits heute generieren die erneuerbaren Energieanlagen über 50% der regional nachgefragten Strommenge und erzielen damit gleichzeitig eine CO2-Einsparung von mehr als 1,1 Mio. Tonnen. Wenn diese vorteilhafte Entwicklung ungehindert weitergeht wird die Region voraussichtlich im Jahr 2040 zum Energieexporteur werden. Im Jahr 2008 hat die Region mit der Zukunftsstrategie Region Trier 2025 ein Entwicklungskonzept auf den Weg gebracht, dass wesentliche Maßnahmen hinsichtlich Energieproduktion und -einsparung, Treibhausgasreduzierung sowie regionale Wertschöpfung im Energiesektor vorsieht. Seit 2010 fungiert die Energieagentur Region Trier als zentrale, regionale Plattform die zusammen mit der regionalen Planungsgemeinschaft Energieprojekte initiiert und relevante Akteure vernetzt, informiert und unterstützt. Zu den adressierten Energieakteuren zählen Bürger und Gemeinden, private Unternehmen wie beispielsweise Architektur- und Planungsbüros, und Energieberater. Um die Energiewende in der Region Trier auf einem stabilen demokratischen Konsens aufzubauen, wurde außerdem im letzten Jahr ein regionaler öffentlicher Diskurs gestartet. Dieser ermöglichte eine breite Diskussion der Chancen und Risiken, die mit dem Ausbau erneuerbarer Energien unvermeidlich verknüpft sind, in zahlreichen Arbeitsgruppen, Veranstaltungen und Internetportalen.

Weitere Informationen finden Sie hier (deutsch) oder hier (englisch).

 

16.10.2013: 100 RES Communities begeistert "Solarsportler" in Südbayern

Nach einem Zwischenstopp auf der "Intersolar" ging die Reise  für die wissenschaftliche Mitarbeiterin von deENet, Amanda Groschke, nach Niederbayern in den Landkreis Landshut, wo am 22. Juni 2013 die 13. Meisterfeier der Solarbundesliga in der Gastgeber-Kommune Schalkham stattfand.

In der Solarbundesliga geht es im Gegensatz zur RES Champions League nur um die Nutzung der Solarenergie in Kommunen. In 5 Größenklassen wetteifern Städte und Gemeinden miteinander. Außerdem gibt es eine eigene Wertung für Ortsteile. Je Watt Solarwärme und Solarstrom pro Einwohner gibt es einen Punkt. Bonuspunkte kommen hinzu. Die Solarbundesliga wird seit 2001 von der Fachzeitschrift Solarthemen in Kooperation mit der Deutschen Umwelthilfe e.V. veranstaltet.

Nach einem freundlichen Zusammentreffen der Solarbundesligisten im schönen Kloster Johannesberg ging es mit einem Bus bei sonnigem Wetter über Berg und Land. Auf einer Informationstour durch die Gemeinde Schalkham (im Übrigen einer der Gewinner der ersten RES Champions League 2010) präsentierte der Bürgermeister Lorenz Fuchs seine Gemeinde, die seit über 20 Jahren erfolgreich an der Energiewende arbeitet. Dies macht sich insbesondere durch eine enorme Sonnenstromerzeugung bemerkbar (mehr als 1,5 Quadratmeter solare Wärmeerzeugung je Einwohner).
Am frühen Abend fand schließlich die Siegerehrung im Bürgersaal des Klosters Johannesberg statt. Insgesamt hatten 2345 deutsche Kommunen an diesem Wettbewerb teilgenommen.

Amanda Groschke präsentierte im Rahmen der Siegerehrung den "Solarsportlern" in Schalkham das 100% RES Communities Projekt und die RES-Champions-League und stieß damit auf großes Interesse. Die Vernetzung ist für die energetisch fortschrittlichen Kommunen weiterhin der wichtigste Aspekt von Projektbeteiligungen. Der Konvent der Bürgermeister und das RURENER-Netzwerk waren einigen Teilnehmern bereits bekannt und es wurde begrüßt, dass diese Netzwerkaktivitäten wieder intensiviert werden sollen. Mögliche Hürden für eine rasche Umsetzung dieses Ziels könnten jedoch die Vielfalt und Unübersichtlichkeit der Netzwerkmöglichkeiten für RES-Kommunen sein. Zudem haben nationale Netzwerke aufgrund der Gemeinsamkeiten (Sprache, rechtlicher Rahmen etc.) meist Vorrang vor internationalen Aktivitäten.

Der Grundstein ist damit dafür gelegt, dass sich in der nächsten Saison erneut viele Kommunen aus Deutschland an der Champions League beteiligen. Die anwesenden Kommunen haben sich zwar speziell zur Solarenergie versammelt, die meisten von Ihnen weisen jedoch auch nennenswerte Kapazitäten anderer erneuerbarer Energien auf. Eine Ausweitung der Solarbundesliga auf andere Energieträger wird derzeit diskutiert.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

15.10.2013: SEAP im Aller-Leine-Tal: Erste Meilensteine auf dem Weg zum PLUS

Im Februar 2012 wurde die Studie "Auf dem Weg zur 100% EnergieRegion+" veröffentlicht. Sie ist der "Nachhaltige Energieaktionsplan" (Sustainable Energy Action Plan, SEAP) des Aller-Leine-Tals (A.L.T.) und wurde von der Samtgemeinde Ahlden stellvertretend für die acht beteiligten Kommunen des Kooperationsraums Aller-Leine-Tal bei einem Fachbüro in Auftrag gegeben. In einem SEAP wird dargestellt, wie eine Region ihre CO2-Emissionen bis 2020 oder einem anderen konkreten Zeithorizont strategisch zu reduzieren gedenkt...

Das Leitbild mit dem Plus

Der Energieaktionsplan basiert auf umfangreichen Vorarbeiten und Aktivitäten und stellt die Basis für ein strategisches Vorgehen zur weiteren ganzheitlichen Umstellung des Energiesystems im A.L.T. dar. Übergeordnetes und längerfristiges Ziel ist es, die Energiewende in der Region voranzutreiben, dabei erneuerbare Energien konsequent weiter auszubauen, Energieeinsparpotenziale zu realisieren und so die Wertschöpfung in der Region zu steigern. Um eine maßgebliche CO2-Reduktion zu erreichen, will man den Status einer "Plus-EnergieRegion" erreichen. Dahinter verbirgt sich das Leitbild einer Region, "die sozial verträglich, in Einklang mit Einwohnern  und  Landschaft  mehr  Energie  erzeugt  als  sie  selbst  verbraucht  und  diese  an andere, insbesondere städtische Regionen weitergibt". Der Fokus liegt dabei auf elektrischer Energie und Heizenergie, doch auch der Bereich der Mobilität findet Erwähnung. Die Studie zeigt das Potenzial auf, 335.000 t/a  CO2-Emissionen in der Region zuzüglich 222.000 t CO2/a für die überschüssige Elektrizität, die in andere Regionen exportiert werden kann, einzusparen.

Weitere Informationen über dieses und viele weitere Projekte finden Sie hier (auf Deutsch) und hier (auf Englisch).

15.10.2013: Saerbeck - eine Kommune auf dem Weg zur Klimaneutralität

Im Jahr 2008 beschloss die 7.500-einwohnerstarke Gemeinde Saerbeck per Ratsbeschluss ihre Energieversorgung komplett auf Erneuerbare Energiequellen umzustellen. Dies stellte einen wesentlichen Schritt zur Erreichung von Saerbecks ehrgeizigem Ziel der Klimaneutralität in 2030 dar. Der Erfolg, der aus langjährigem Engagement im Bereich Klimaschutz resultiert ist bereits messbar: So hatte die Gemeinde zum Ende des Jahres 2007 bereits ein Viertel der gesamten CO2 Emissionen gekappt und verdiente sich damit eine Spitzenposition in der NRW-Solarbundesliga als auch den European Energy Award (2009) und den Deutschen Solarpreis (2009).

In ihrer Rolle als "NRW-Klimakommune der Zukunft" fungiert Gemeinde Saerbeck als Vorbild im Bereich Klimaschutz und Anpassung, sowie hinsichtlich der Entwicklung eines "Integriertem Klimaschutz und Klimaanpassungs Konzepts" (IKKK). Bestandteil des IKKK sind drei zentrale Leuchtturmprojekte, die bereits weitgehend implementiert worden sind: Das Leuchtturmprojekt "Saerbecker Sonnenseite - Umrüstung und Einsparung im Bestand" konzentriert sich darauf die Potenziale von Energieeffizienzverbesserungen und Nutzung von erneuerbaren Energien im privaten und gewerblichen Gebäudebestand zu untersuchen. Währenddessen, bildet das Kernstück des zweiten Leuchtturmprojektes "Saerbecker Einsichten - Erneuerbare transparent gemacht" eine gläserne Heizzentrale, die ein Nahwärmenetz beliefert, und das Konzept regenerative Energien auf originelle und pädagogische Weise vermittelt. Das dritte Projekt "Steinfurter Stoffströme - der Kreis schließt sich" stellt im Wesentlichen die Entwicklung eines früheren Munitionsdepots zu einem Bio-Energiepark - bestehend aus Photovoltaik-, Windkraft- und Biogasanlagen - dar. All die Errungenschaften und ehrgeizigen Umsetzungsmaßnahmen dieser Klimakommune-Projekte hätten nicht ohne eine wichtige Zutat realisiert werden können: die starke Unterstützung der Saerbecker Vereine und Organisationen, der

Kirchen, der Schulen und Bildungseinrichtungen, und nicht zuletzt den Saerbecker Bürgern.  

 Weitere Informationen über dieses und viele weitere Projekte finden Sie hier (auf Deutsch) und hier (auf Englisch).

15.10.2013: Wangen im Allgäu - der Ort wo Engagement für Energie-Herausforderungen groß geschrieben wird

Die Stadt Wangen im Allgäu (27.602 Einwohner) ist ein Vorbild hinsichtlich der Einbeziehung von Bürgern und Unternehmen in zahlreiche energie- und klimapolitische Maßnahmen und Aktivitäten. Die Stadt ist entschlossen ihr Ziel einer 50%igen CO2-Emissionen-Reduzierung in allen Sektoren bis 2020 zu erreichen (Referenzjahr 1995). Gleichzeitig arbeitet Wangen im Allgäu daran die Nutzung fossiler Energien um mindestens 75% bis 2050 (vergleichend zu Angaben aus dem Jahr 2010) zu reduzieren. Dies repräsentiert ein wichtiges Zwischenziel auf dem Entwicklungspfad zur 2000-Watt-Gesellschaft. Eine der Errungenschaften von Wangen im Allgäu stellt die Gründung einer gemeindeübergreifenden Energiegenossenschaft dar - mit ihren 464 Mitgliedern eine der größten in der Region. Diese Genossenschaft ermöglicht Wangen im Allgäus Bürgern eine aktive Beteiligung an Energiethemen sowie Investitionen in regionale Projekte, die eine nachhaltige Energieversorgung fördern. Weitere wichtige Schritte stellen die Einrichtung eines städtischen Energieversorgers dar, der verschiedene Wasserkraftwerke und ein mit Biomasse betriebenes Fernwärmenetz betreibt. Die wesentlichen Schwerpunktgebiete des städtischen Energie- und Klima-Leitbildes bestehen aus Öffentlichkeitsarbeit und der Einbeziehung von Bürgern in die Stadtplanung, Energieeffizienzmaßnahmen, umweltverträgliche Baulandentwicklung, sowie in der Ausarbeitung eines energieeffizienten und zukunftsorientierten Transportkonzepts. Wangen im Allgäu wurde bereits mit dem European Energy Award ausgezeichnet. Im Jahr 2012 wurde die Stadt erneut ausgezeichnet und "verpasste" den European Energy Award Gold nur knapp.

 Weitere Informationen über dieses und viele weitere Projekte finden Sie hier (auf Deutsch) und hier (auf Englisch).

24.09.2013: Auszeichnung der besten europäischen "Erneuerbare-Energie-Kommunen" in Kassel

Das Finale der vierte Saison der "Champions League" für Erneuerbare-Energie-Kommunen fand am 24. September 2013 auf dem 5. Kongess "100%-Erneuerbare-Energie-Regionen" in Kassel statt. Im Gegensatz zum Fußball wurden hier die Sieger jedoch bereits im Vorfeld ermittelt. In vier Wettbewerbsklassen (abhängig von der Einwohnerzahl) hatten Kommunen und Regionen aus 12 europäischen Ländern die Möglichkeit, mit ihren energetischen Maßnahmen gegeneinander anzutreten. Die Fachjury bewertete dabei das Potenzial und die installierte Kapazität erneuerbarer Energien pro Einwohner, aber auch qualitative Faktoren wie Wertschöpfung.

Ein weiterer Gegensatz zum Fußball: Die Titelverteidiger des Vorjahres dürfen nicht antreten. Somit wurden in Kassel ausschließlich erstmalige Champions ausgezeichnet. Diese sind 2013 Wildpoldsried (Deutschland), Mureck (Österreich) und Saint-Julien-Mont-Denis (Frankreich) in der Kategorie bis 5.000 Einwohner sowie Saerbeck (Deutschland), Bruck a. d. Leitha (Österreich) und die Western Isles (Schottland) bis 20.000 Einwohner. Amstetten (Österreich), Wangen i. Allgäu (Deutschland) und Mouscron (Belgien) stehen bei den mittelgroßen Städten auf dem Podium und die Rangliste der Großstädte wird angeführt von Trier, Perpignan Méditerranée (Frankreich) und Bergamo (Italien).

Europäisches Projekt "100-RES-Communities" steht Pate für Twinning

Die Champions League für energetisch fortschrittliche Kommunen und Regionen wird im Rahmen eines europäischen Projektes organisiert, das sich den kommunalen Energiewandel auf die Fahnen geschrieben hat. Kernstück des Projektes sind sogenannte "Twinning"-Paare. Paarweise übernimmt dabei eine Region mit reichlich Erfahrung im Energieumbau die Mentorenrolle für eine Region aus einem anderen Land, die ebenfalls den Energiewandel ankurbeln möchte.

Weitere Informationen zum Projekt und Netzwerk (in englischer Sprache) finden Sie unter www.100-res-communities.eu.

Die Pressemittelung als PDF finden Sie hier.

01.08.2013: Zero Emission Village mit Lehrzeichentrickfilm - Weilerbach

Grafik: Valeria Cozzarini

"Mit erneuerbaren Energien werden Geld und Jobs in der Region gehalten", weiß Teresa Karayel, Energiewendemanagerin von Weilerbach - einer Gemeinde mit acht Ortsteilen (14.700 Einwohner plus 4.000 US-Amerikaner). Die Gemeinde gehört hinsichtlich der Umwandlung zu einer 100% erneuerbaren Energieversorgung zu Deutschlands Spitze.
(...)
Als Partner des EU-Projektes "Sustainable Energy Management System" (sems; Laufzeit: 2007-2012) hat sich Weilerbach das Ziel gesetzt, ein "Zero Emission Village" zu werden.
(...)
In Anlehnung an das Motto "Save energy and have fun!" wurde während des Projektes ein Stroh-Plusenergiehaus gebaut, dessen Betriebsart in weiterbildender Weise erklärt wurde: im Form eines Zeichentrickfilms namens "Die drei kleinen Schweinchen". Basierend auf dem gleichnamigen populären Kurzfilm legt der Zeichentrick Erwachsenen und Kindern die Vorteile eines Plusenergiehauses dar.
(...)

Den kompletten deutschen Artikel finden Sie hier.
Den kompletten englischen Artikel findne Sie hier.

29.07.2013: Definition und Kriterien für 100%-RES-Communities

Im Zuge der Umstellung konventioneller Energiesysteme auf erneuerbare Energiequellen (Englisch: RES, Renewable Energy Sources) ist die Ebene von Gemeinden und Regionen wegen ihren Umsetzungs- und Beteiligungsmöglichkeiten von besonderer Bedeutung. Um die Potenziale und Dynamiken auf dieser Ebene zu identifizieren, weiterzuentwickeln und zu bewerten, wurden eine Definition und Kriterien für 100%-RES-Gemeinden (100%-RES-Communities) für die europäische Ebene von den Projektpartnern entwickelt. Es handelt sich um den ersten Versuch in der Fachliteratur, "100%-RES-Communities" zu bestimmen und zu messen.

Um ein Leitbild zu schaffen, was eine "100%-RES-Ideal-Region" ausmacht, hat der deutsche Projektpartner deENet ein Konzept erstellt, nach dem "eine 100%-RES-Ideal-Region ihren Energiebedarf in den Bereichen Elektrizität, Wärme und Mobilität komplett mit erneuerbaren Energiequellen abdeckt. Die Region agiert darüber hinaus energieeffizient und integriert dabei regional vorhandene Potentiale auf ganzheitliche Weise." 

Den kompletten deutschen Artikel finden Sie hier.
Den kompletten englischen Artikel finden Sie hier.

05.11.2012 Aller-Leine-Tal (A.L.T.) auf dem Weg zur "100% EnergieRegion+" - Erstes partizipatives Forum

Am Montag, dem 5. November 2012 (11:30 - 17:00 Uhr) wurde das erste partizipative Treffen unter dem Titel "Die Energiewende findet im ländlichen Raum statt" in der "erfahrenen Region" Aller-Leine-Tal veranstaltet. Das Forum fand auf dem Kulturgut Ehmken Hoff - ein historisches Bauerhaus - der Gemeinde Dörverden statt.  Rund 100 Teilnehmer - darunter Experten, interessierte Bürger und Repräsentanten von lokalen und regionalen politischen Institutionen, Ingenieurbüros und Zivilgesellschaft - nahmen teil.
 
Das Forum zielte im Wesentlichen darauf ab die gegenwärtige SEAP -Ausarbeitung des A.L.T. zu präsentieren und in Multistakeholder-Gruppen zu diskutieren. Die Veranstaltung bestand aus zwei übergeordneten Blöcken:

  • Einem informativen Block, der kurze Vorlesungen zum "100RES Communities" Projekt, zur Energiewende im ländlichen Raum, zum SEAP des A.L.T.  sowie eine Podiumsdiskussion enthielt.
  • Einen explizite partizipative Block, bestehend aus Diskussionen in vier verschiedenen Themeninseln.

Einer der Bürgermeister des A.L.T., Heinz-Günther Klöpper, präsentierte die zentralen Elemente der Studie "Auf dem Weg zur 100% EnergieRegion+", dem SEAP des A.L.T. , welches im Februar 2012 veröffentlicht wurde.  The Studie weist die übliche Struktur eines Energieaktionsplans auf: eine Status- und Potentialanalyse, Leitbild und Szenarios sowie ein Strategie- und Umsetzungsplan.

Der partizipative Block wurde mit einem gebündelten Vortrag zum Inhalt des 100RES Communities Projekts von Dr. Peter Moser von deENet/ IdE, dem deutscher 100RES Projektpartner, eröffnet. Darin verdeutlichte Herr Dr. Moser die Rolle der lokalen und regionalen Energiewende für den Klimaschutz und hob insbesondere die Möglichkeiten hervor, die im Zusammenhang mit dem Beitritt zu dem europäischen Netzwerken RURENER und CoM (Covenant of Mayers, Bürgermeisterkonvent) stehen.
 
Im Anschluss teilten sich die Teilnehmer in kleinen Diskussionsgruppen auf, von denen drei von deENet/IdE-Mitarbeitern moderiert wurden:

  • Energie- und Klimaschutzpakete: Umsetzung
  • Erneuerbare Energien: technologische Aspekte und innovative Ideen
  • Erneuerbare Energien: kommunale und regionale Wertschöpfung
  • Vision: Soziopolitische Herausforderungen für eine klimafreundliche Region

Alle Diskussionsgruppen hatten unabhängig voneinander folgendes Gesprächsthema gemeinsam: sie unterstrichen einstimmig die Wichtigkeit, Bürger umfassend zu informieren und in die Umsetzung der Energiewende einzubeziehen. Abschließend wurden die Hauptergebnisse und Diskussionspunkte gebündelt und im Plenum vorgestellt. Bezüglich der übergeordneten Ziele des 100RES Communities Projektes bleibt festzuhalten, dass sowohl der Fortschritt des neuen Energieaktionsplans  einschließlich seine Umsetzung als auch das Interesse an der Rolle und Aufgabe einer „erfahrenen Region“ für den Twinning-Partner Belgien von einer breiten Mehrheit  der Teilnehmer befürwortet wurde.

Neben den Bürgermeistern und sonstigen Vertretern des A.L.T. war auch Niedersachsens Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Regionalentwicklung, Gert Lindemann, unter den Teilnehmern. Minister Lindeman hielt einen kurzen Vortrag zu den zentralen Herausforderungen und Möglichkeiten hinsichtlich der Umsetzung der Energiewende im ländlichen Raum. "Neben der planerischen Vorsorge halte ich es zumindest für ebenso wichtig die Bevölkerung vor Ort frühzeitig in alle Planungen einzubinden […] ohne [die breite Unterstützung der Bürger] kann die Energiewende nicht gelingen." unterstrich der Minister.

In Anlehnung an diese Worte wurden seitdem weitere Schritte im A.L.T. unternommen. Die Twinning-Aktivitäten zwischen dem A.L.T. und den belgischen Partner wurden gestartet und partizipative Ansätze als einer der Schwerpunkte gewählt. Die reguläre Lenkungsgruppe "100% Energie Region Aller-Leine-Tal+" bestehend aus den Bürgermeistern des A.L.T. arbeitete weiter daran erste Umsetzungsmaßnahmen zu starten und diese in einem breiten Stakeholder-Dialog zu diskutieren.

 

08.05.2012: Europäische Energiewende von unten

In einem neuen Projekt fördert die EU den Erfahrungsaustausch beim Ausbau Erneuerbarer Energien von Kommunen in ganz Europa. 100%-RES-Communities (Towards 100% renewable energies rural communities) heißt das neue EU-Projekt, das mit einem Volumen von 2 Millionen Euro ausgestattet ist und in den nächsten drei Jahren im Rahmen des Programms "Intelligent Energy-Europe (IEE)" von der Europäischen Kommissiongefördert wird. Dabei verfolgen 13 Projektpartner aus 10 europäischen Ländern das Ziel, Kommunen in Europabei der Umsetzung von 100% erneuerbarer Energie zu unterstützen und zu vernetzen. Von deutscher Seite sind das Kompetenznetzwerk dezentrale Energietechnologien deENet und das Klimabündnis mit dabei.

Die komplette Pressemitteilung als PDF in deutsch und englisch.

Ansprechpartner

###IMAGE###

###TITLE### ###FIRSTNAME### ###LASTNAME###
###FUNCTION###

###PHONE###
###FAX###
###EMAIL###